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Strom und Energie für Darmstadt

Braunkohle – Umwelt und Zukunft

Als fossiler Energieträger birgt Braunkohle mehrere Probleme für die Umwelt.

Beim Abbau der Braunkohle wird Eisensulfit freigesetzt. Wenn dies in Kontakt mit Wasser oder Luft kommt, entwickelt es sich zu einer giftigen Säure. Diese wird durch das Grundwasser weitergeleitet. Für den Menschen kann sie nicht direkt gefährlich werden, da sie durch die Grundwasserreinigung im Klärwerk größtenteils vernichtet wird, doch sie hat erhebliche Umweltauswirkungen. Sie vergiftet und tötet Fische, Pflanzen und Wassertiere, die sensibel gegenüber der PH-Wert-Veränderung im Wasser sind. Der Abbau ist auch deshalb umweltschädlich, weil er viel Fläche, sowohl für den Tagebau, als auch für Lagerungsstätten braucht. Beim Erschließen dieser Gebiete werden nicht selten ökologisch wertvolle Landschaften zerstört.

Verarbeitung

Auch die Verarbeitung von Braunkohle führt zu erheblichen Umweltschädigungen. Bei der Verbrennung wird Kohlenstoffdioxid freigesetzt, nach herrschender Meinung verantwortlich für den Treibhauseffekt. Außerdem kann Saurer Regen entstehen, wenn bei der Verbrennung von Kohle bestimmte Stoffe freigesetzt werden, welche dann mit Wassermolekülen in der Luft reagieren. Weitere Nebenprodukte, die bei der Verbrennung von Braunkohle entstehen sind z.B. Flugasche, Rußpartikel sowie einige andere chemische Stoffe, die beim Kontakt mit Wasser oder Luft für den Menschen gefährlich werden können.

Es gibt mittlerweile Kraftwerke, in denen das Kohlenstoffdioxid nicht mehr in die Luft abgegeben wird. Auch ein Kraftwerk, bei dem das entstandene CO2 im Boden eingelagert wird, ist bereits vom Energiekonzern Vattenfall geplant. Doch diese Techniken und die dafür benötigten Materialien sind noch nicht sehr weit entwickelt und daher sehr teuer und unwirtschaftlich. Ob sich dies in den nächsten Jahren noch verbessern wird, ist fraglich. Denn bei gleich bleibendem Abbau wird schon in etwa 35 in Deutschland keine Braunkohle mehr vorhanden sein.

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